Editorial: Wenn das Unfassbare geschieht
Am 1. Januar 2025, in den frühen Morgenstunden, starben in Crans-Montana 40 junge Menschen bei einer Silvesterfeier. Das jüngste Opfer war 14 Jahre alt. 116 weitere wurden schwer verletzt. Ich sitze hier und suche nach Worten. Als jemand, die sich beruflich täglich mit Sterben, Tod und Trauer auseinandersetzt, sollte ich welche haben. Aber ich habe sie nicht. Nicht für dieses Ausmass. Nicht für diese Ungerechtigkeit. Schulen stehen vor einer Ausnahmesituation. In Bern, Genf, im Wallis, in Italien, Frankreich, Belgien – überall sitzen Schülerinnen und Schüler vor leeren Stühlen. Lehrpersonen wissen nicht, wie sie den Tag beginnen sollen. Eltern finden keine Worte. Das ist keine theoretische Diskussion mehr über den Umgang mit Tod und Trauer in Schulen. Das ist jetzt. Was Schulen jetzt brauchen Für Oktober 2026 planen wir das zweite Stadtfestival endlich.menschlich. in Bern, mit sieben weiteren Schweizer Städten. Ein zentrales Thema: „Das Lebensende macht Schule" – wie wir Kinder und Jugendliche begleiten können, wenn sie mit Tod und Trauer konfrontiert sind. Diese Frage ist keine Zukunftsvision mehr. Sie ist Gegenwart. Was jetzt gebraucht wird: - Räume zum Weinen, zum Schweigen, für Wut und Verzweiflung
- Erwachsene, die aushalten, keine Antworten zu haben
- Rituale: Kerzen, Gedenkminuten, Orte für Trauer
- Die Klarheit: Der Unterricht kann nicht einfach weitergehen
Als palliative bern und endlich.menschlich. stellen wir konkrete Unterstützung zur Verfügung: Auch Materialien für Schulen, Beratung für Lehrpersonen, Gespräche für alle, die sie brauchen. Zusammenstehen – Mitgefühl als Hoffnungsschimmer Ein Hoffnungsschimmer bleibt: Die Anteilnahme. Das Mitgefühl. Die Bereitschaft, zusammenzustehen und Räume zu schaffen, in denen Trauer sein darf.
Ihre Claudia Zürcher-Künzi, Geschäftsleiterin palliative bern |  | | |
|
|
|
In wenigen Tagen findet unser Fachsymposium statt! Nutzen Sie die letzte Gelegenheit, sich anzumelden und dabei zu sein, wenn Expert:innen aus verschiedenen Fachrichtungen zusammenkommen, um über kulturelle Begegnungen am Lebensende zu diskutieren. Wie beeinflussen kulturelle Unterschiede die Wünsche und Bedürfnisse am Lebensende? Wie können wir respektvoll und empathisch darauf eingehen? Freuen Sie sich auf fachliche Input-Referate und einen praxisorientierten «Reality Check» mit Raum für Austausch, neue Perspektiven und konkrete Lösungsansätze. Jetzt anmelden die Plätze sind begrenzt!
Mehr Informationen |
Filmreihe «Voller Leben» – Kino trifft Lebensende
Von Oktober bis März laden palliative bern und die Krebsliga Bern zur Filmreihe «Voller Leben» ein. Die Filme beschäftigen sich mit den existenziellen Themen unseres Daseins – Sterben, Tod, Trauer und der Frage, wie wir mit Endlichkeit umgehen. Nach jeder Vorführung findet ein moderiertes Gespräch mit Fachpersonen, Betroffenen und dem Publikum statt.
Alle Termine & Informationen Im Januar mit zwei Terminen:
|
|
|
In Bern
Samstag, 10. Januar, 11:00–13:30 Uhr Kino Rex, Schwanengasse 9 Film: Schwesterlein (CH, 2020) Im anschliessenden Gespräch: Nicole Stutzmann, Geschäftsführerin Krebsliga Bern Marie-Luise Fontana, Psychoonkologin Michaela Sauter, Fachärztin Innere Medizin und Onkologie Onkonetz Thun, Vorstandsmitglied Krebsliga Bern Flyer «Schwesterlein» |
|
|
In Langenthal
Donnerstag, 15. Januar, 17:30–20:30 Uhr
Kino Scala, Langenthal Film: Supernova (UK 2020)
Im anschliessenden Gespräch: Birgit Nägeli, Leiterin Mobiler Palliativdienst Emmental-Oberaargau Karin Moser, Geschäftsleiterin dahlia oberaargau Darka Floric,Co-Bereichsleiterin Betreuung und Pflege dahlia oberaargau Flyer «Supbernova»
|
|
|
Dienstag, 27. Januar 2025, 12:00–13:30 Uhr Im Rahmen unserer Compassionate Community-Bewegung laden endlich.menschlich, das universitäre Zentrum für Palliative Care des Inselspitals und palliative bern zur Führung durch das Krematorium Bern ein. Warum Palliative Care und Caring Community zusammengehören Palliative Care kümmert sich um Menschen mit schweren, chronischen oder lebensverkürzenden Krankheiten – medizinisch, pflegerisch, psychologisch und spirituell. Caring Community erweitert diesen Blick: Wie übernehmen wir als Gemeinschaft Verantwortung füreinander – nicht nur in Institutionen, sondern mitten im Alltag? Wenn wir beides verbinden, entsteht eine sorgende Gemeinschaft, in der Fachwissen und Menschlichkeit Hand in Hand gehen. Wir rücken die Sorge zurück ins Zentrum der Gesellschaft, bauen Brücken zwischen professioneller Unterstützung und dem, was Menschen füreinander tun können – und fördern eine Kultur, in der Sterben, Tod und Trauer ihren Platz haben. Die Führung bietet Einblicke in die tägliche Arbeit der Kremation Bern: Wie verläuft eine Kremation? Wie lange dauert sie? Welche Begleitung dürfen Angehörige erwarten? Schritt für Schritt werden Ablauf und Rahmenbedingungen einer Feuerbestattung erklärt. |
|
|
palliative bern setzt sich für eine umfassende Palliative Care im Kanton Bern ein – damit Menschen mit schweren, chronischen oder lebensverkürzenden Krankheiten bestmöglich begleitet werden. Wir fördern Fachwissen, vernetzen Fachpersonen und sensibilisieren die Öffentlichkeit für die Themen Sterben, Tod und Trauer. Wir schaffen Räume für Begegnung und Austausch – von Fachsymposien über Filmabende bis zu Krematoriumsführungen. Den ganzen Überblick über alle Anlässe erhalten Sie hier:
Leporello palliative bern
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
|
|